2011-2014: Unterschied zwischen den Versionen
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= Zum Tod von Alois Vogl, = | |||
Ein lieber Mensch, ein guter Freund hat uns verlassen. Ein sehr langer, gemeinsamer Weg ging zu Ende. Die Zeit der Freude und Fröhlichkeit, die Zeit der vielen gemeinsamen Erlebnisse, das Leben eines Sportlers, es ist vorbei. Das alles ist nur mehr Erinnerung, wunderbare Erinnerung an einen guten Menschen, an einen lieben Freund. Der Tod trifft uns immer besonders schmerzlich, wenn wir in Freud und Leid eine große Strecke des Lebens gemeinsam gegangen sind. Mit jedem von uns der stirbt, wird die Welt ein Stückchen ärmer, denn jeder ist auf seine Weise einmalig. Doch gehört der Tod wie die Geburt zu unserem Leben und ist unausweichlich. | |||
Alois Vogl, 1926 in München geboren, musste in ganz jungen Jahren im unseligen Weltkrieg 1939/45 als Soldat an die Front in Italien. Er erlebte dort die Grausamkeit des Krieges, kam aber glücklicherweise zurück, was vielen jungen Männern leider nicht vergönnt war. | |||
Er wurde Bänker und eine angesehene Persönlichkeit bei seinen Kunden, in der Hypobank Ismaningerstaße. 1948 kam er als junger Mann zu uns in den Kanu Club Turngemeinde, wo wir uns kennen und schätzen lernten. Das Bootshaus hatte eine Luftmine zerstört. Es wurde damals von uns allen in Eigenarbeit wieder aufgebaut. Mit den wenigen Booten die noch übrig waren, begannen das Training und bald auch die wieder durchgeführten Kajakrennen in Bayern und später in ganz Deutschland. Alois fand in Rolf Frank einen Partner, mit dem zusammen er einen Kajakzweier bildete, der bald regattabekannt war. Sie hatten sich dem Sport verschrieben, allerdings ohne den tierischen Ernst, den manche Spitzensportler zelebrieren. Sie waren trotz der lockeren Art, mit der sie den Sport betrieben, sehr erfolgreich und feierten so manche bayerische Meisterschaft. Daneben gab es viele gemeinsame Wanderfahrten mit dem Faltboot auf den Flüssen der Heimat, Österreichs und Italiens. | |||
Alois, immer ein Mann der Tat, hat dann das Amt des Sportwartes und später das des Vereinsvorstandes übernommen und in seiner unnachahmlichen und einnehmenden Art versehen. Er hat dem Verein bis heute die Treue gehalten und wurde auf Grund seiner großen Verdienste Ehrenmitglied, eine sehr seltene Auszeichnung in unserem Club. | |||
Neben dem Kanusport war das Gebirge, die Alpen, unsere gemeinsame Spielwiese. Wir beide verbrachten dort viele, viele Stunden zusammen. Ob auf dem Rad, ob bei einer Tour mit oder ohne Ski, ob beim Wandern oder Klettern, ob auf der Hütte oder beim Biwak unter Sternen, ob bei strahlender Sonne oder im Schneesturm, immer waren wir eine Einheit, ein Team das sich verstand und das sich mit und ohne Seil aufeinander verlassen konnte. Über 20 Jahre haben wir zusammen mit französischen Freunden aus Nizza jedes Jahr eine Skitourenwoche erlebt, welche die heute so viel beschworene Freundschaft der Europäer untereinander bereits sehr früh und eindringlich praktiziert hat. Ein unvergessliches Erlebnis. Dabei war Alois immer ein Garant für gute Laune und absolute Zuverlässigkeit. Er war wie ein Fels, wie eine Burg, ein Mann der seinen eigenen, für ihn unverrückbaren Weg gegangen ist. Doch konnte er auch kritisch und streitbar sein, wenn es seiner Weltanschauung widersprach. Alois hatte ein langes, wunderbares und erfülltes Leben. Mit seinem Wahlspruch: „schee is s´Leb´m“! hat er seiner Freude und Dankbarkeit für sein Dasein Ausdruck verliehen. Ich bin sehr dankbar, ihn zum Freund gehabt zu haben. | |||
Wir, lieber Alois stehen nun in großer Trauer vor der Tatsache, dass Du nicht mehr unter uns weilst und wissen, dass es für den Tod wenig Trost gibt. Wir müssen ihn einfach akzeptieren. | |||
Servus alter Freund und Weggefährte. Du hast nun zum letzten Mal dein Faltboot abgebaut, dein Radel aufgepumpt, deine Ski gewachst, deine Bergschuhe geputzt und dich auf eine Tour vorbereitet. Deine letzte. | |||
Du fehlst uns. Wir werden Dich nicht vergessen, so bleibst du in Gedanken bei uns, die wir auch nur Gast auf dieser Erde sind. | |||
''Hans Proquitté'' | |||
Aktuelle Version vom 5. Juli 2022, 20:51 Uhr
2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anfang Juni 2013 ist unser Kamerad und Freund Richard Siepmann verstorben. An dieser Stelle wollen wir seiner gemeinsam gedenken. Richard war stets bei guter Laune und immer für einen Spaß zu haben. Seine Hilfsbereitschaft machte ihn zu einem sehr wichtigen Kameraden im Verein. Er organisierte einige erfolgreiche Wildwasserfahrten, Wanderfahrten und später auch Fahrradtouren. Als 1. Vorstand haben wir ihm z.B. als Hauptleiter beim Neubau des Bootshauses vieles zu verdanken.
Servus alter Freund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Hans Proquitté zum Tode von Richard Siepmann
Wir haben einen Freund verloren. Richard ist nicht mehr unter uns. Er musste sich einer stärkeren Macht beugen.
Unentrinnbar sind wir alle in den Stationen Geburt, Leben und Sterben gefangen. Es liegt kaum in unserer Hand, dies zu beeinflussen. Wann immer der Tod ein Leben beendet, es ist schmerzlich für all jene die übrig bleiben, vor allem für die Familie, die Frau, die Kinder und die Enkel. Wir, seine Freunde von der TGM trauern mit Euch.
Richard Siepmann, in Westfalen zur Welt gekommen, war bereits in seiner Jugend Mitglied in einem Kanu Club. Nach dem Studium der Elektrotechnik kam er nach München zur Firma Siemens und fast zwangsläufig zum Kanu Club Turngemeinde. Hier hat er mit uns zusammen im Kajak gesessen, trainiert und Erfolge bei Kajakrennen gefeiert. Er hat sich – ohne seine norddeutsche Sprache je abzulegen – sehr schnell in das altbayerische Procedere des Vereins gefügt, sodass ihm schon bald der Ehrentitel “Herr von Preuß“ verliehen wurde.
Richard war ein Kamerad, der immer wusste, was zu tun war, der jedem geholfen hat und in diesem Zusammenhang für einige Jahre auch die Präsidentschaft des Vereins übernommen hatte.
Wir haben zusammen viel erlebt, im Kajak, in unseren Bergen, Sommer wie Winter und wir haben an vielen Lagerfeuern gesessen und den obligatorischen „Kenterwein“ getrunken.
Zusammen mit seiner bayerischen Frau Hanni war er immer ein Teil dieser Gemeinschaft.
Die letzten Jahre hat er sich aktiv in die Radelgruppe des Vereins eingebracht und damit begann auch der Abstieg, als er mir am Ende einer Tour bewußtlos auf den Schoß fiel.
Es begann eine Odyssee durch die Praxis von Ärzten und Krankenhäusern, die ihm, dem Sportler nicht mehr helfen konnten. Das Herz war einfach zu schwach geworden. Richard hat gekämpft, hat sich nie fallen lassen, hat seinen valentinesken Humor nie verloren und musste trotzdem das Paddel weglegen. Ein erfülltes Leben ist damit zu Ende gegangen.
Hanni hat einen sehr schönen Satz der Trauerkarte beigefügt:
„Menschen, die wir lieben bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unserem Leben“.
Du hast Spuren hinterlassen!
Lieber Richard, Deine Familie vermisst Dich, wir die TGM vermissen Dich. Du bleibst ein Teil unserer Erinnerung.
Servus alter Freund. Hans Proquitté
Viel zu früh ist er gestorben! Mit gerade einmal 53 Jahren hat uns unser Sportkamerad und ehemaliger Vorsitzender Reinhard Reischl nach gut 1-jähriger schwerer Krankheit am 30.11.2013 verlassen.
Zusammen mit weiteren Kollegen der MBB/EADS kam Reinhard 1990 zur TGM. Viele Jahre war er mit uns als engagierter Paddler auf zahlreichen Flüssen unterwegs und hat als Vereinsübungsleiter so Einigen von uns das Paddeln beigebracht und uns den Spaß am wilden Wasser vermittelt. Als es darum ging unser altes Vereinsheim zu sanieren engagierte er sich tatkräftig im Bauausschuss. Schließlich übernahm Reinhard den Vorsitz der TGM und war derjenige, der nach monatelangem Planen, Diskutieren und Abwägen den Mut hatte zur Tat zu schreiten und den Abriss des alten sowie den Neubau unseres neuen Vereinsheimes in Angriff zu nehmen. Endlose Stunden hat er dem Bau gewidmet. Eingaben bei Ämtern und Behörden, Diskussionen mit Baufirmen und nicht zuletzt ein gutes Maß Eigenleistung wollten erledigt werden. Ohne Reinhard würde unser Bootshaus heute sicher nicht so dastehen, wie wir es heute alle kennen. Er hat sich und seiner Arbeit im Verein damit ein bleibendes Denkmal gesetzt.
Mit Reinhard haben wir einen geschätzten Sportkameraden und einen tatkräftigen ehemaligen Vorsitzenden verloren!
Lieber Reinhard, wir vermissen Dich sehr! Michael Rühr
2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zum Tod von Alois Vogl,[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ein lieber Mensch, ein guter Freund hat uns verlassen. Ein sehr langer, gemeinsamer Weg ging zu Ende. Die Zeit der Freude und Fröhlichkeit, die Zeit der vielen gemeinsamen Erlebnisse, das Leben eines Sportlers, es ist vorbei. Das alles ist nur mehr Erinnerung, wunderbare Erinnerung an einen guten Menschen, an einen lieben Freund. Der Tod trifft uns immer besonders schmerzlich, wenn wir in Freud und Leid eine große Strecke des Lebens gemeinsam gegangen sind. Mit jedem von uns der stirbt, wird die Welt ein Stückchen ärmer, denn jeder ist auf seine Weise einmalig. Doch gehört der Tod wie die Geburt zu unserem Leben und ist unausweichlich.
Alois Vogl, 1926 in München geboren, musste in ganz jungen Jahren im unseligen Weltkrieg 1939/45 als Soldat an die Front in Italien. Er erlebte dort die Grausamkeit des Krieges, kam aber glücklicherweise zurück, was vielen jungen Männern leider nicht vergönnt war.
Er wurde Bänker und eine angesehene Persönlichkeit bei seinen Kunden, in der Hypobank Ismaningerstaße. 1948 kam er als junger Mann zu uns in den Kanu Club Turngemeinde, wo wir uns kennen und schätzen lernten. Das Bootshaus hatte eine Luftmine zerstört. Es wurde damals von uns allen in Eigenarbeit wieder aufgebaut. Mit den wenigen Booten die noch übrig waren, begannen das Training und bald auch die wieder durchgeführten Kajakrennen in Bayern und später in ganz Deutschland. Alois fand in Rolf Frank einen Partner, mit dem zusammen er einen Kajakzweier bildete, der bald regattabekannt war. Sie hatten sich dem Sport verschrieben, allerdings ohne den tierischen Ernst, den manche Spitzensportler zelebrieren. Sie waren trotz der lockeren Art, mit der sie den Sport betrieben, sehr erfolgreich und feierten so manche bayerische Meisterschaft. Daneben gab es viele gemeinsame Wanderfahrten mit dem Faltboot auf den Flüssen der Heimat, Österreichs und Italiens.
Alois, immer ein Mann der Tat, hat dann das Amt des Sportwartes und später das des Vereinsvorstandes übernommen und in seiner unnachahmlichen und einnehmenden Art versehen. Er hat dem Verein bis heute die Treue gehalten und wurde auf Grund seiner großen Verdienste Ehrenmitglied, eine sehr seltene Auszeichnung in unserem Club.
Neben dem Kanusport war das Gebirge, die Alpen, unsere gemeinsame Spielwiese. Wir beide verbrachten dort viele, viele Stunden zusammen. Ob auf dem Rad, ob bei einer Tour mit oder ohne Ski, ob beim Wandern oder Klettern, ob auf der Hütte oder beim Biwak unter Sternen, ob bei strahlender Sonne oder im Schneesturm, immer waren wir eine Einheit, ein Team das sich verstand und das sich mit und ohne Seil aufeinander verlassen konnte. Über 20 Jahre haben wir zusammen mit französischen Freunden aus Nizza jedes Jahr eine Skitourenwoche erlebt, welche die heute so viel beschworene Freundschaft der Europäer untereinander bereits sehr früh und eindringlich praktiziert hat. Ein unvergessliches Erlebnis. Dabei war Alois immer ein Garant für gute Laune und absolute Zuverlässigkeit. Er war wie ein Fels, wie eine Burg, ein Mann der seinen eigenen, für ihn unverrückbaren Weg gegangen ist. Doch konnte er auch kritisch und streitbar sein, wenn es seiner Weltanschauung widersprach. Alois hatte ein langes, wunderbares und erfülltes Leben. Mit seinem Wahlspruch: „schee is s´Leb´m“! hat er seiner Freude und Dankbarkeit für sein Dasein Ausdruck verliehen. Ich bin sehr dankbar, ihn zum Freund gehabt zu haben.
Wir, lieber Alois stehen nun in großer Trauer vor der Tatsache, dass Du nicht mehr unter uns weilst und wissen, dass es für den Tod wenig Trost gibt. Wir müssen ihn einfach akzeptieren.
Servus alter Freund und Weggefährte. Du hast nun zum letzten Mal dein Faltboot abgebaut, dein Radel aufgepumpt, deine Ski gewachst, deine Bergschuhe geputzt und dich auf eine Tour vorbereitet. Deine letzte.
Du fehlst uns. Wir werden Dich nicht vergessen, so bleibst du in Gedanken bei uns, die wir auch nur Gast auf dieser Erde sind.
Hans Proquitté