Junioren-EM 2022
Junioren und U23 EM in Banja Luka eröffnet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die ECA JUNIOR & U23 WILDWATER EUROPEAN CHAMPIONSHIPS in Banja Luka (Bosnien Herzegovina) auf dem Vrbas wurden am heutigen Mittwoch Abend eröffnet.
Morgen geht es mit den Sprint-Vorläufen los. Philipp Bluhm von der TGM startet seinen 1. Lauf um 10:42:30.
Live-Ergebnisse gibt es unter https://www.timing-mojstrana.com/25-28-8-2022-banja-luka-eca-junior-u23-wildwater-canoeing-european-championships/
Philipp hatte als jüngster deutscher Teilnehmer die Ehre die Fahne bei der Eröffnung zu tragen.
1. Tag Junioren-EM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der 1. Tag der Junioren-EM in Banja Luka neigt sich dem Ende entgegen. Philipp fuhr im 1. Lauf recht gut, wenn auch nicht perfekt und überraschte mit dem 16. Platz, 0,2 Sekunden hinter dem 15. und ersten Deutschen. Im 2. Lauf lief es nicht so gut und nach dem Abreiten einiger Wellen und einem Steher in einer Walze belegte er den 26. Platz. Nachdem nur die ersten fünf des ersten Laufes und die ersten 10 des zweiten Laufes (die 5 Ersten des ersten Laufes fahren nicht mehr) für das Finale qualifizieren hat Philipp den morgigen Vormittag frei. Am Nachmittag gegen 14:50 tritt Philipp dann mit der DKV-Juniorenmannschaft im Sprint-Mannschaftsrennen an. Für eine Medaillie bedarf es nach den Einzelergebnissen schon einer Portion Können und Glück (und Pech für die favorisierten Gegner FRA/CZE/ITA/SLO), aber auf dem pilzigen und quirligen Bach ist alles Möglich und gerade im Mannschaftsrennen kann auch bei den Favoriten eine Kollision kurz vor dem Ziel alles Zunichte machen. Es wird auf jeden Fall spannend.
2. Tag Junioren-EM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nachdem der Vormittag für Philipp heute frei war (rumsitzen an der Strecke) stand am Nachmittag das Mannschaftsrennen an.
Philipp führte die Junioren-Mannschaft an und erwischte einen perfekten Lauf und fuhr etwa 2 Längen Vorsprung vor seinen Kameraden heraus, so daß er den Nachfolgenden (Linus Becker vom KSK-Köln) mit seiner Welle nicht mehr so stark störte.
Linus kam kurz vor dem Ziel etwas von der Ideallinie ab, was aber letztendlich keine Zeit kostete, da Marc Liewald vom KCD-Düsseldorf die nun freie Ideallinie nutzte und bis zum Ziel mit Linus gleichziehen konnte.
Als acht-letzte gestartet (nach den Einzelergebnissen gesetzt) erreichten sie am Ende den soliden sechsten Rang.
Gegen die starken Spintnationen mit den Paddlern mit den dicken Armen hat eine Mannschaft mit zwei Fahrern die eher im Classic stark sind wenig entgegenzusetzen.
Hoffen wir, daß die dicken Arme auf der morgigen relativ langen Classicstrecke den Sprintern weniger helfen und Philipp sich von der heutigen 2-stündigen Sprint-Siegerehrung in einer Sporthalle bei 30° und 85% Luftfeuchtigkeit wieder erholt.
Philipp startet um 11:19 Uhr etwa in der Mitte des Feldes. Das werden auf jeden Fall spannende 25min im Ziel bis die letzten Fahrer angekommen sind und das Ergebnis feststeht.
Drama am 3. Tag der Junioren-EM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Gerne gäbe es freudigere Mitteilungen. Aber…
Vom Einstiegs- und Aufwärmbereich sind es (je nach Tempo) ein paar Minuten bis zum eigentlichen Start. Die Sportler müssen halt zeitig am Start sein.
Nachdem die letzten Tage von den deutschen Sportlern nur noch die Sprintstrecke und unterhalb gepaddelt wurde und auch vorher meistens nach dem Classicstart eingestiegen wurde (der offizielle Einstiegsparkplatz war durch den Regen etwas verschlammt und die Ausfahrtssteigung nur mit Schwung mit dem Auto zu überwinden) fehlte Philipp offenbar das Gefühl dafür, wieviele paar Minuten es bis zum Start sind.
Alle Ansagen mit „fahrt zeitig runter“ waren offenbar auch nicht präzise genug.
Er plante mit vier Minuten, merkte dann aber unterwegs, daß die Zeit schneller verstreicht als der Startort näherrückt. 5 Sekunden vor seiner Startzeit erreichte er die Startlinie und wurde richtigerweise vom Starter gestoppt, aber nicht angewiesen zur Festhalteposition zu kommen. Laut Aussage des Starters kam er 8 Sekunden zu spät und wurde noch vor dem Start disqualifiziert. Ein Protest des deutschen Teams brachte keinen Erfolg gegen die Aussagen von zwei Offiellen am Start.
So konnte Philipp seine Stärken auf der Classicstrecke leider nicht präsentieren und ist entsprechend am Boden zerstört.
Am Abend kam dann als kleiner Trost noch die Mitteilung, daß er trotzdem die Classic-Mannschaft fahren darf. Wohl auch deshalb, weil er sich in der Vorbereitung stark gezeigt hat und der 4. Mann (ehrer Sprinter-Typ) noch eine halbe Minute hinter dem 2. gestarteten deutschen Paddler war.
Ob es dort zu einer erhofften Medallie kommt werden wir morgen sehen. Nach dem Einzelrennen waren von 5 Nationen die drittschnellsten schneller als der 2. gestartete deutsche Paddler. Da muß es schon sehr gut laufen. Drücken wir ein letztes Mal (für heuer) die Daumen. Start ist gegen 10:30.
4. und letzer Tag der Junioren – EM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Heute hat die Junioren-EM mit den Classic-Mannschaftsrennen ihren Abschluß gefunden.
Die Herren-Junioren Mannschaft mit Philipp, Leo Bonnmann (BW-Köln) und Linus Becker (KSK-Köln) belegte dabei den 5. Platz, 8,5 Sekunden hinter den Siegern aus der Schweiz, 7 Sekunden hinter der Bronzemedallie.
Sie waren dabei etwa 20 Sekunden schneller als die Einelzeit von Leo, der nach einer Schulter- und Corona-Pause vor wenigen Wochen doch noch nicht wieder in gewohnter absoluter Topform war, im Mannschaftslauf sich dann aber voll verausgaben und mit seiner Erfahrung und Überblick die Mannschaft taktisch dirigieren konnte. Nachem Linus sich vor allen Dingen in der ersten Hälfte mit dem Welle geben verausgabt hatte, durfte er sich gegen Ende dann auch auf Philipps und Leos Welle „ausruhen“.
Philipp erwies sich als stärkster Fahrer des Teams, der die Aufgabe hatte sich bei Engstellen zurückfallen zu lassen um dann anschließend immer wieder über die Wellen nach vorne zu sprinten um die Mitfahrer auf die Doppelwelle zu nehmen. Am Ende fuhr er im jugendlichen Übermut etwas zu schnell was zu nicht optimalen Wellen für seine Mitfahrer führte.
Im Großen und Ganzen eine solide Mannschaftsleistung für die kurze Zeit die die Drei miteinander trainiert haben mit leichtem Verbesserungspotential für die Zukunft.
Dauerhaft werden alle Ergebnisse unter http://canoeworlds.com/index.php/results/results-2022 zu finden sein.
Philipp macht jetzt erstmal 2 Wochen Familienurlaub in Italien, der Berichterstatter ist gerade auf dem Rückweg und nutzt die Zeit im Grenzstau (nur ca. 35 Minuten am alternativen Grenzübergang…) für diesen abschließenden Bericht.