2015-2018

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2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Tod von Sigi Hölzl.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer bewegenden Trauerfeier in der Friedenskirche zu Starnberg haben wir am 8. Februar – es wäre sein 95. Geburtstag gewesen – die Urne unseres Mitglieds Sigi Hölzl in die Erde des Waldfriedhofs gelegt Damit schließt sich der Kreis eines langen Lebens, dem wir alle unterworfen sind.

Wir, seine Freunde des Kanu Club Turngemeinde München trauern mit Trudl Hölzl und den Söhnen Thomas und Ulrich. Ein Mensch, ein Freund hat uns verlassen, hat seinen letzten Kampf verloren.

Sigi Hölzl kam 1950 in unseren Club. Er hatte als junger Mann das Pech im letzten Weltkrieg ein Bein zu verlieren was ihn als außergewöhnlich begabten Fußballspieler – er war vor dem Krieg schon in der bayerischen Jugendauswahl – besonders hart getroffen hat. Im Lazarett hatte er Theo Niederreiter kennengelernt, dem es genauso erging. Der brachte ihn in unseren Club. Für ihn als sportbegeisterten jungen Mann war der Verein, die Kameradschaft zusammen mit anderen gleichgesinnten Menschen geradezu ein Muss. Es war die Zeit des Aufbruchs, der Erneuerung nach dem Desaster. Sigi studierte Bauwesen, kam ins Bootshaus mit Ordnern und Schriften um zu lernen was ihm aber nicht immer gelang. Er beteiligte sich mit großer Begeisterung an vielen Faltboot-fahrten auf unseren Bayerischen Flüssen und wurde so ein Teil unseres Vereinslebens. Wir hatten alle nichts außer unserer Begeisterung für den Sport und die Gemeinschaft im Club die uns zu einer großen Familie werden ließ.

Wie viele von uns fand auch Sigi im Club mit Trudl, die jüngere der Hügl- Schwestern, die Frau fürs Leben. Darauf war dann Starnberg, wo er im Bauamt seine berufliche Erfüllung fand seine Heimat.

Sigi war ein Mann der Vernunft, ein Mann des Ausgleichs, des wachen Verstandes und hat in der Turngemeinde durch seine Mitwirkung als 2. Vorstand den Verein allzeit bereichert.

Was ich aber immer ganz besonders bewundert habe war seine sportliche Aktivität, die er trotz seiner Behinderung ausübte. Mit großer Hingabe trainierte er nahezu täglich auf einem Fahrrad-Heimtrainer und zog seine Runden im eigenen Schwimmbad. Er machte mit uns zusammen auf Krücken lange Touren in unseren Bergen und fuhr hervorragend auf einem Ski und das auf jeder Piste. Auf den Sigi mussten wir nie warten. Er war fit wie ein Turnschuh und die Ruhe und Ausgeglichenheit in Person durch sei

ne absolute Selbstdisziplin.

Bis zuletzt hat er dem Club die Treue gehalten, hat es sich nicht nehmen lassen zu unseren Veranstaltungen zu kommen, obwohl er inzwischen bereits die 90 überschritten hatte. Sigi war ein großes Vorbild für uns alle.

Du liebe Trudl hast nun den Mann, die Kinder den Vater und die Enkel den Großvater verloren, es fehlt die Mitte. Die TGM trauert mit euch. Er hat mit fast 95 Jahren seinen Frieden gefunden. Es war zuletzt sein Wunsch zu gehen, denn er hat gespürt, dass es zu Ende ist und wie immer in seinem Leben auch voll dazu gestanden.

Lieber Sigi, jetzt kannst du dich mit deinen vor dir gegangenen Freunden Alois, Heinz und Gustl endlich wieder zu einem zünftigen Schafkopf treffen.

Servus lieber Sigi, alter Freund. Du hast uns viel hinterlassen. Du wirst uns sehr fehlen.

Hans Proquitté

2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]